Der Kreuzgarten Schaag
Ort des Glaubens und der Erinnerung

Der Kreuzgarten Schaag ist Ursprung und Herzstück der gesamten Anlage. Sein zentraler Altarraum bildet zugleich die 14. Station des Kreuzwegs. Hinter ihm erhebt sich das weithin sichtbare, hoch aufragende Kreuz – Symbol für Glaube, Hoffnung und Beständigkeit.

Altarbereich

Die Kreuzwegstationen

Das Zentrum des Gartens wird von vierzehn Kreuzwegstationen umgeben, die über einen Rundweg miteinander verbunden sind. Ein Spaziergang entlang dieser Stationen führt Besucherinnen und Besucher Schritt für Schritt durch die Leidensgeschichte Jesu Christi – ein stiller, eindrucksvoller Weg zum Nachdenken und Innehalten.

Die Reliefbilder des Kreuzwegs

Die ersten Darstellungen des Kreuzwegs wurden vom Hinsbecker Künstler Johannes Beeck in Sgraffito-Technik geschaffen. 1973, nach Jahren der Verwitterung, ersetzte die Aachener Bildhauerin Erika Vonhoff die beschädigten Werke durch neue Reliefs im Steingussverfahren. Zwei originale Arbeiten von Beeck sind bis heute erhalten geblieben:

  • das Bildnis in der Ölberg-Grotte,
  • sowie die Darstellung der Grablegung Jesu unter dem Altar.

Diese Verbindung aus historischem Erbe und moderner Kunst macht den Kreuzgarten Schaag zu einem einzigartigen Zeugnis regionaler Sakralkunst am Niederrhein.

Gefallenenehrung – Erinnern, um nicht zu vergessen

Ein zentrales Element des Kreuzgartens ist das Ehrenmal für die Schaager Kriegsopfer. Auf steinernen Tafeln sind die Namen der Gefallenen und Vermissten aus den Jahren 1933 bis 1945 eingraviert – ein stilles, berührendes Mahnmal gegen das Vergessen und Ausdruck der Erinnerungskultur in Nettetal-Schaag.

Ehrenmal

Die Ölberg-Grotte

Die Ölberg-Grotte zählt zu den beiden noch erhaltenen Sgraffito-Arbeiten von Johannes Beeck. Sie zeigt den betenden Jesus mit zwei Jüngern im Garten Gethsemane, kurz vor seiner Gefangennahme – ein Ort der Stille und Besinnung, der die letzte Nacht Jesu eindrucksvoll ins Bild setzt.

Ölberggrotte

Die Christusfigur – Ein Symbol des Schutzes

Am Rand des Altarbereichs steht eine weiße Christusfigur, deren Geschichte weit in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückreicht: Ein Bauer aus Schaag soll bei Krefeld unter Beschuss geraten sein und hinter dieser Statue Schutz gefunden haben. Er überlebte unverletzt, doch der Statue wurde die rechte Hand abgeschossen. Aus Dankbarkeit stiftete er sie später dem Kreuzgarten. Die Restaurationsspuren an der rechten Hand sind bis heute sichtbar – als Zeichen für Glaube, Schutz und Dankbarkeit.

Christustatue

Mosaik des auferstandenen Christus

Hinter dem Altar befindet sich ein farbenprächtiges Mosaik des auferstandenen Christus. Es gehört nicht direkt zum Kreuzweg, ergänzt aber die Symbolik des Gartens: Die Inschrift darunter lautet „Siehe, ich mache alles neu“ – ein Zitat aus der Offenbarung des Johannes (Kapitel 21). Von wem das Werk stammt, ist nicht überliefert – doch seine Botschaft ist zeitlos: Auferstehung, Hoffnung und Erneuerung.

Mosaik

Lageplan des Kreuzgartens

Ein Detailplan des Kreuzgartens Schaag zeigt alle wichtigen Punkte: den Altarbereich, die 14 Kreuzwegstationen, die Ölberg-Grotte, das Ehrenmal, die Christusfigur und das Mosaik. So erhalten Besucherinnen und Besucher einen guten Überblick über die gesamte Anlage.

Interaktiver Detailplan Kreuzgarten